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Unsere Oberwischauer Fahne


Vor 25 Jahren, am 2. Mai 1987, setzte die Oberwischauer Gemeinschaft ein starkes Zeichen! Sich selbst als Symbol der Einheit und dem Rest der Welt als sichtbares Zeichen der Zusammengehörigkeit, weihten die Oberwischauer ihre Fahne. Für die Vorbereitung auf das bevorstehende 25-jährige Fahnenjubiläumblätterte ich in alten Aktenordner aus dieser Zeit und stieß dabei auf einen Text, den ich damals als Beitrag für den „Heimatbrief“ verfasst hatte.

Erstaunt und seltsam berührt las ich dort Namen von Menschen, die es nicht mehr gibt, weil sie mittlerweile verstorben sind. Es tauchten aber auch Namen von einst guten Freunden auf, die sich in den Folgejahren der Fahnenweihe plötzlich und ohne offensichtliche Bedenkzeit, gegen die Ziele unserer Gemeinschaft ausgesprochen haben und dieser konsequenter weise und unter dem Aspekt „Auf zu neuen Ufern“ den Rücken kehrten.

Immer noch hin und her gerissen, von dem, was ich damals so enthusiastisch über den Festtag, den Gästen von Nah und Fern, den feierlichen Gottesdienst und dem Akt der Fahnenweihe an sich, den damaligen Vorstandsmitgliedern, landsmannschaftlichen Vertretern, Fahnenurheber und -pate notiert hatte, kam in mir die Frage hoch, ob das mit dem Auge der Gegenwart betrachtet, alles so seine Richtigkeit hatte? Hat uns Oberwischauern die Weihe dieser Fahne tatsächlich bestärkt, beglückt oder hatte ein lang ersehntes und erreichtes Ziel gleichzeitig den Nebeneffekt der Nachlässigkeit und damit einhergehend, Interesselosigkeit ausgelöst?

Hatte sie uns gar in gegenteilige Ziel geführt und uns entzweit? Wieviel Wertschätzung zeigte der ein oder andere dieser geweihten Fahne gegenüber? War sie am Ende nicht für alle ein kostbarer Schatz und Wert genug, um die Einheit untereinander zu ringen um unter allen Umständen die Landsleute zu entzweien?

...

Gelassen erwarten wir all das, was die Zukunft uns bescheren mag. Das bisherige Konzept des Vorstandes, das auf vertrauensvolle Zusammenarbeit untereinander setzte hat sich bewährt. Und was noch wichtiger ist: die Stimmen der Oberwischauer wahrnehmen, sie aufgreifen und mit dem nötigen Respekt und Ernsthaftigkeit zur Umsetzung bringen. Und weil wir uns immer wieder dem göttlichen Geleit und seinem Schutz und Segen unterstellen, sollten wir doch nichts zu befürchten haben! Unsere Oberwischauer Fahne! – Kleiner ist sie, als die der anderen Landsmannschaften. Ihre Größe beeinträchtigt weder die Achtung, noch den Respekt, den ihr alle gegenüber an den Tag legen. Schließlich sagt die Größe der Fahne nichts über den tatsächlichen Zustand innerhalb einer Gemeinschaft aus!

In diesem Sinne widme ich stellvertretend für die Oberwischauer Gemeinschaft unserer kleinen, aber feinen Fahne zu ihrem 25-jährigen Jubiläum folgende Zeilen:

Zeichen für „Wir“ und Symbol der Gemeinschaft!
Vereinst uns auf’s Neue, gibst Hoffnung, verleihst Kraft!
„Aus Liebe zur Heimat und in Ehrfurcht vor dem Herrn“
so woll’n wir auch in Zukunft dich schätzen und ehr’n!


Marianne Röhrig,
HOG-Vorsitzende & stellvertr. Bundesvorsitzende



Den vollständigen Beitrag von Marianne Röhrig finden Sie in "Brücke", Folge 3-4 - August 2012Titelseite Brücke




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