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Krimdeutsche stimmen für Russland


Noch etwa 3.000 Menschen deutscher Abstammung leben heute auf der Krim. Auch die Krimdeutsche Minderheit hat die Eingliederung der Halbinsel in die Russische Föderation begrüßt. Das Referendum über den Status der Krim fand am 16. März 2014 statt.


Schon vor etwa 1.000 Jahren lebten Deutsche in Russland. Die großen Siedlerströme kamen jedoch erst unter der Herrschaft der deutschstämmigen Zarin Katharina die Große (1729 - 1796) in das russische Zarenreich. Neue Siedlungen entstanden und verschiedene Gruppen und Untergruppen von Russlanddeutschen (Wolgadeutsche, Schwarzmeerdeutsche bzw. Krimdeutsche, Wolhyniendeutsche, Bessarabiendeutsche, Kaukasusdeutsche ...) bildeten sich. Selbst Tiflis, die Hauptstadt Georgiens, hatte im 19. Jahrhundert einen deutschen Stadtteil (Neu-Tifilis)

Gegenwärtig leben annähernd zwei Millionen Menschen auf der Krim. Mit fast 60 Prozent stellen Russen den größten Bevölkerungsanteil. 24 Prozent der Einwohner sind Ukrainer, zwölf Prozent Krim-Tataren. Zu den kleineren Gruppen gehören Weißrussen, Polen und die Krimdeutschen. Die Amtssprache ist Ukrainisch.

Die Krim (Fläche: 26.000 Quadratkilometern) ist unterteilt in die Autonome Republik Krim und den Stadtbezirk Sewastopol. Strategisch ist die Halbinsel am Schwarzen Meer von besonderer Bedeutung, weil in Sewastopol die russische Schwarzmeerflotte stationiert ist.

TL-997 der russischen Marine im Hafen von Sevastopol (Creative Commons Lizenz)



Bildquelle:
TL-997 der russischen Marine im Hafen von Sevastopol auf der Krim, aufgenommen am 09.08.2010. Urheber: Benutzer:TMg. Quelle: Wikimedia Commons. Diese Datei ist unter der Creative Commons-Lizenz Namensnennung-Weitergabe unter gleichen Bedingungen 3.0 Unported lizenziert.

Weitere Informationen zum Thema:
Krimdeutsche: Ein großer Schritt für eine Minderheit
Krim: Deutsche Minderheit will zu Putin
Umfrage zur Krim: Deutsche akzeptieren Annexion durch Russland

Karl Albrecht Schachtschneider: Der Kampf um die Krim als Problem des Staats - und Völkerrechts (pdf)
Die Krim und das Völkerrecht - Kühle Ironie der Geschichte

Einen Beitrag zum selben Thema finden Sie auch in „Brücke“, Folge 3-4 - Juli 2014, S. 170ff.Titelseite Brücke




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